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Dies ist der 1. Teil der Serie “Der konkrete Weg zum Reichtum”.

Um überhaupt sein Geld zu vermehren, muss man zuerst die elementaren Dinge verstehen und anwenden. Das ist die Basis für einen langfristig hohen Lebensstandard.

  • Gesunder Umgang mit Geld ist das Fundament.
  • Mehr einnehmen als ausgeben.
  • Ohne Arbeit keinen Preis.
  • Den zeitlichen Aufwand durch kluges Arbeiten vermindern.

Das sind zwar nur 4 Punkte. Sie werden aber erstaunt sein, wie viel Sie erreichen können, wenn Sie nur einen dieser Punkte beachten. Dass man bei Beachtung mehrerer Punkte dementsprechend auch mehr erreicht, versteht sich von selbst.

Gesunder Umgang mit Geld ist das Fundament

Wenn man Reichtum als einen gewissen Geldbetrag definiert, heisst das, dass jeder wirtschaftlich handelnde Mensch einmal reich werden kann, unabhängig davon wie viel er verdient. Es ist nur eine Frage der Zeit. Definieren wir jeden Menschen als reich, der eine Million CHF auf dem Konto hat, so wird jemand, der monatlich 100 CHF spart, in 10’000 Monaten (oder 833,3 Jahre) reich. Dabei spielt es gar keine Rolle, was für einen Job er hat, wie viel er verdient und wo er lebt. Entscheidend ist, WIE er im Verhältnis zu den anderen Leuten lebt, die im gleichen Boot sitzen. Ob jemand mit Geld umgehen kann, erkennt man meistens an der Höhe des Betrages auf dessen Konto.

Ich würde eher 100’000 CHF einem Investmentbanker anvertrauen, als 10’000 CHF einem unwirtschaftlichen “Normalo”.

Jetzt möchte ich aber keine Verspottungen gegen Investmentbanker hören. Sie sind weder Vermögende, die mit Geld spielen und “spekulieren”, noch böse Menschen – oft als Arschlöcher bezeichnet.

Das obenstehende Zitat begründe ich so: Ein unwirtschaftlicher Mensch, weiss nicht wie man mit Geld umgeht. Er weiss natürlich, was damit anzufangen. Ausgeben. Glauben Sie wirklich, dass Sie das ausgeliehene Geld je wieder zurückbekommen? Wenn jemand einen Kredit aufnimmt, muss er es später auch zurückzahlen. Aber wie? Mit dem nächsten Monatslohn? Und was ist mit den anderen Rechnungen, die er noch zu bezahlen hat? Weiterhin besteht noch die Gefahr, dass der Konsument sich ans kurzfristig verschwenderische Konsumverhalten gewöhnt und nicht mehr auf den Boden der Realität zurückkommt. Gebe ich einem Investmentbanker Geld, so stelle ich ihm Geld zur Verfügung, welches sich potenziell vermehren könnte. Er investiert das Geld in Anlagen. Nein, er spielt nicht damit, er legt es an. Dass dadurch Verluste resultieren können, versteht sich von selbst. Vergessen darf man aber nicht die potenziellen Gewinne.

Fassen wir zusammen:

Mit der Herausgabe von 10’000 CHF an einen Konsumenten, trägt man ein Delkredererisiko. Bei einem unwirtschaftlichen Konsumenten, ist das Risiko, dass er nicht mehr bezahlen kann, relativ hoch. Somit ist die Kreditvergabe bei einem angemessenen Zins nicht zu empfehlen.

Einem Investmentbanker aus Anlagezweck Geld auszuleihen, hat das Risiko von volatilen Kursschwankungen. Man kann gewinnen oder verlieren. Sehen wir es doch positiv. 1) Wenigstens investiert der Investmentbanker das Kapital, womit das Delkredererisiko entfällt. 2) Während der Gewinn nach oben unendlich weit gehen kann, ist der Verlust nach unten beschränkt. In anderen Worten: Man kann maximum 100’000 CHF verlieren, aber unendlich viel verdienen.

Schlussfolge: Von einem Investmentbanker kann man lernen, was man mit dem Geld macht und wie man es macht. Wenn es ‘Rund ums Geld’ geht, hätte ich lieber die Denkweise eines Investmentbankers. Das heisst nicht, dass risikoaverse Leute ihr Geld überall investieren müssen. Individuen mit stärkerer Risikoaversion werden ganz andere Methoden anwenden, um reich zu werden. Diese Leute gehören eher zu den Sparfüchsen und müssen zum Teil manipuliert werden, damit sie Geld ausgeben. Ihre konservative Weise bringt sie auf einen Grundgedanken: “Ja nicht zu viel ausgeben.” Damit wird der Punkt “mehr einnehmen als ausgeben” erfüllt. Weil es hier ums Fundament geht, reicht es.

Ohne Arbeit keinen Preis

Die einfachste Methode reich zu werden, ist mehr verdienen.

Von der Logik her, ist es denkbar einfach. Wer Geld verdienen will, muss etwas dafür tun. Generell verdienen wir Geld mit einem Job – wir arbeiten für unsere Arbeitgeber. Weigern wir uns zu arbeiten, werden wir gekündigt, was einen Lohnausfall zur Folge hat. Wer also viel Geld verdienen will, muss auch viel arbeiten, stimmt’s?

Nein. Man kann sich das Leben auch einfacher machen. Dahin muss man sich aber auch arbeiten. Sie träumen doch auch von einem doppelten Stundenlohn, nicht? Dann wechseln Sie doch einfach den Job! Ein höher bezahlter Job setzt höhere Qualifikationen voraus. Qualifikationen lassen sich erwerben durch Arbeit. Wer also eine Abneigung zur Arbeit hat, wird unwahrscheinlicher ans Ziel kommen.

Die “Arbeitfaulen” können aber ihre Faulheit mit Klugheit kompensieren. Arbeitet man klug, ist der Arbeitsaufwand geringer. Der Punkt ist es, wirtschaftlicher zu sein als die “Konkurrenz”. Anders gesagt: Mit möglichst wenig Aufwand ans Ziel kommen. Haben Sie sich auch schon gefragt, wieso manche Schüler bzw. Studenten weniger Zeit aufwenden und trotzdem leistungsfähiger sind? Sie arbeiten effizienter.

Der Grund, warum einige lange lernen müssen, ist, weil sie 1) ineffizient lernen und 2) ‘catch-up’ spielen.

Mit catch-up spielen meine ich, alles nachzuholen, was man verpasst hat. Das ist schlecht. Es ist zwar besser als gar nichts, aber immer noch denkbar schlecht. Catch-up spielen leider sehr viele Schüler, vor allem jüngere. Das Resultat ist dann meistens vorhersehbar. Doch glücklicherweise wachsen Individuen mit zunehmendem Alter und Verantwortung.

Ein akademisches Studium ist so aufgebaut: Präsenzunterricht, Bearbeitung des Schulstoffs im Selbststudium, Übungen lösen, repetieren, Prüfung ablegen und dann weiter mit dem Schulstoff. Während man mit dem Schulstoff weiterfährt, bekommt man in der Zwischenzeit die Prüfungsresultate.

Wenn man es genau so macht, kommt man stressfrei durch das Studium. Bei vielen sieht es aber so aus: Präsenzunterricht, einige Übungen lösen, einige Wochen vor der Prüfung alles in den Kopf stopfen, Prüfung ablegen und anschliessend nochmals repetieren, weil man es nicht begriffen hat. So geschieht es vielen. Leute, die im letzten Moment alles versuchen in den Kopf zu stopfen, werden nie an das Niveau eines “richtigen” Studenten herankommen. Selbst wenn man kurz vor der Prüfung mehr lernt, als der gute Student während des ganzen Semesters, ist man bei weitem weniger effizient. Das liegt daran, dass ein Mensch durch mehrere kurze Lerneinheiten viel mehr Inhalt aufnimmt. Ausserdem ist Schlaf gut fürs Lernen. Lernt man jeden tag ein bisschen, wird im Schlaf alles absorbiert, was man am Tag gelernt hat. Die tägliche Aufnahmefähigkeit eines Menschen ist aber begrenzt. Diese Fakten sind wissenschaftlich bewiesen.

Ein weiteres Problem des catch-up-Spiels ist, dass die nachfolgenden Kurse auf dem Wissen des vorherigen Kurses aufbauen. Spielt man zu viel catch-up, gerät man im Laufe des Studiums in immer grössere Schwierigkeiten. Es macht Sinn die ersten Semesterprüfungen allesamt magna cum laude zu bestehen. Es ist viel einfacher, wenn man sich gut genug vorbereit, damit man den Inhalt aller Kurse versteht und die Prüfungen gut besteht. Hingegen, wenn Sie alle Prüfungen nur knapp verstehen, liegt es meistens am fehlenden Verständnis, womit Sie mit einer unstabilen Grundlage ins nächste Semester gehen und es nochmals schwieriger wird, eine bessere Note zu schreiben. Arbeiten Sie seriös und geraten Sie nicht ohne wichtigen Grund in Verzug. Ich kann es Ihnen nur empfehlen. Sie werden noch staunen, wie einfach alles wird. In den wenigen Wochen vor den Prüfungen werden Sie einer der wenigen sein, die nicht bis tief in die Nacht büffeln müssen, weil Sie es versäumt haben, den Stoff beim ersten Mal zu lernen. Sie werden den Ruf eines Studenten geniessen, der weniger als andere lernt und trotzdem bessere Leistungen erbringt.

Ich gebe zu, das catch-up-Spiel ist ein Teufelskreis. Ihr Ziel ist es, nicht in diesen Kreis zu fallen. Verstehen Sie nun wie einfach die Dinge im Leben sein können? Sie können es sich einfach machen. Dies erfordert zum einen Disziplin, Zeitmanagement, Effizienz, Geduld, Organisation etc. All diese Themen gilt es zu meistern. Wenn Sie sich dafür interessieren, verweisen wir Sie auf einen ausgezeichneten Blog: StevePavlina – Personal Development for Smart People.

Excel-icon  Sportwetten Quote & Chance

Sportwetten ist ein beliebtes “Spiel” wie Poker. Grund: Jeder kann es spielen. Die Frage ist nur wie profitabel?

Im Normalfall gar nicht (mathematisch). Hier die Erklärung. (Wir berücksichtigen in diesem Post nur das Spielsystem “Sieg, Remis oder Niederlage”.)

Bei Sportwetten spielt die Wahrscheinlichkeitsrechnung eine grosse Rolle. Mathematisch gesehen, hängt es nur von den Wahrscheinlichkeiten im Zusammenhang mit den gesetzten Quoten der Wettbüros ab.

Die Höhe der Quoten ist der wichtigste Faktor bei der Entscheidung auf wen man setzt. Je wirtschaftlicher die Wettbüros ihre Quoten setzen, desto schwieriger ist es für die Spieler, langfristig Geld zu verdienen. Handelt ein Wettbüro unwirtschaftlich – sprich die Spieler gewinnen zu viel – hätte das Wettbüro längst dicht gemacht. Der Durchschnittsmensch verliert langfristig immer bei Sportwetten.

Mathematischer Beweis: Es lohnt sich nicht

Nachfolgend sehen Sie eine Grafik, welche uns mathematisch beweist, dass Sportwetten bei gegebener Wahrscheinlichkeit und Quote unprofitabel sind.

  • 1. Spalte: Die vorgegebenen Quoten des Wettbüros.
  • 2. Spalte: Die Wahrscheinlichkeit, inwiefern ein Ereignis eintritt (entweder auf Vergangenheit basierend oder auf Teamstärke, Form etc.).
  • 3. Spalte: Der EV zeigt, wie viel CHF Sie pro eingesetzten CHF langfristig zurückbekommen.
  • 4. Spalte: ROI (Return on Investment); so viel Gewinn bzw. Verlust in % machen Sie.
  • ROI bei Blindsetzung: Wird genauer in der Excel-Tabelle erklärt.

Wie unprofitabel sind Sportwetten?
Was Wettbüros machen:

  1. Sie berechnen die Wahrscheinlichkeit, inwiefern ein Ereignis zutrifft.
  2. Sie rechnen sich aus, wie viel sie verdienen wollen, falls ihre Wahrscheinlichkeit wahr wäre.
  3. Sie berechnen ihre Quoten.

Dass Wettbüros ihre Quoten setzen, ist rein hypothetisch nicht ganz richtig. Sie setzen zuerst die Wahrscheinlichkeitswerte basierend auf die für sie relevanten Faktoren. Erst anhand dieser Werte berechnen sie ihre Quoten. Ihr Ziel dabei ist es, die Quote so hoch zu setzen, dass sie den grösstmöglichen Ertrag erzielen. Um herauszufinden, wann das Maximum an Ertrag erwirtschaftet wird, suchen sie die goldene Mitte der Quoten. “Bei welcher Quote sind die Leute bereit, bei uns zu wetten, so dass wir trotzdem noch genug Geld verdienen?”

Obenstehendes Beispiel: Wenn ein Spieler auf Heimsieg (Quote 1.9, Wahrscheinlichkeit 40%) wettet, gewinnt das Wettbüro im Schnitt 24% des eingesetzten Betrages. Das Wettbüro überlegt sich: “Um wie viel erhöht sich die Spieleranzahl, wenn wir die Quote von 1.9 auf z.B. 2.1 erhöhen würden?” Anders ausgedrückt: “Wie viele Kunden haben wir mehr, wenn wir unseren Preis um x-% senken?”

Der einzige Weg, langfristig mit Sportwetten Geld zu verdienen, ist wenn das Wettbüro ihre Quoten unintelligent setzen. Das heisst, wenn sie die Wahrscheinlichkeiten falsch berechnen.

Im Anhang finden Sie ein Excel-File, in der Sie die Quoten und Sieg-Wahrscheinlichkeiten eingeben können. Danach sehen Sie, ob sich mathematisch ein Tipp lohnt bzw. wie viel Sie vom gesetzten Betrag zurückbekommen.

Excel-icon  Sportwetten Quote & Chance

Excel-icon  Effektiver Jahreszins eines GA ist unzulässig

Besitzen Sie ein GA und zahlen es in Monatsraten ab? Wussten Sie wie hoch der effektive Jahreszinssatz eines GA’s auf Ratenzahlung ist?

Nach meinen Recherchen über das KKG (Konsumkreditgesetz) und den Jahreszins eines GA’s, habe ich etwas Überraschendes festgestellt, das sich viele nicht so schnell trauen würden in aller Öffentlichkeit zu sagen. Der effektive Jahreszins eines GA’s ist unzulässig.

Es verstösst gegen Art. 14 KKG, welche sagt:

Der Bundesrat legt den höchstens zulässigen Zinssatz nach Artikel 9 Absatz 2 Buchstabe b fest. Er berücksichtigt dabei die von der Nationalbank ermittelten, für die Refinanzierung des Konsumkreditgeschäftes massgeblichen Zinssätze. Der Höchstzinssatz soll in der Regel 15 Prozent nicht überschreiten.

Wie hoch ist der effektive Jahreszinssatz eines GA’s?

Bevor ich meine Zahlen präsentiere, möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Meine Berechnungen bzw. meine Behauptung ist nur richtig, wenn das KKG zur Anwendung kommt. Weiterhin stellt sich noch die Frage, ob die Gebühren im Zinssatz inklusive sind.

Kassensturz fragte im Bundesamt für Justiz nach, ob man zusätzlich zu den 15 Prozent Jahreszins noch eine Gebühr verlangen darf. Man darf nicht. “Falls das Konsumkreditgesetz (KKG) zur Anwendung käme”, sagt Felix Schöbi, der das KKG zusammen mit anderen Spezialisten erarbeitet hatte. (Quelle: Kassensturz)

Nachfolgend sehen Sie eine Tabelle über 4 verschiedene GA’s inklusive Jahrespreis, Monatsrate, Zinsen und zu allerletzt das wichtigste, der effektive Jahreszinssatz:

Effektiver Jahreszins eines GA ist unzulässig

Kommt hier das KKG zur Anwendung, wären die vorgegebenen Zinssätze der SBB unzulässig. Das GA Junior 2. Klasse hat mit 23.08% den teuersten Zinssatz. Das einzige Abo, das nicht gegen die Gesetzesvorschriften verstösst, ist das GA Erwachsene 1. Klasse mit 12.08%.

Warum 23.08% und nicht 12.5%?

Hier eine kurze Erklärung, warum das GA Junior 2. Klasse nicht zu 12.5% (300 * 100 / 2400) verzinst wird:

Beim Kauf eines GA’s auf Ratentilgung bekommt man ein GA im Wert von 2400 CHF. Somit haben Sie eine Schuld von insgesamt 2400 CHF. Die Zinsen im ersten Monat sind 25 CHF – bei einem Zinssatz von 12.5% wäre es hier noch richtig [(2400 * 12.5) / (100 * 12)].

Bezahlen Sie nach einem Monat die erste Rate, so verringert sich Ihre Schuld um 200 CHF (2400 CHF / 12 Monate). Ihre Restschuld beträgt 2200 und die Zinsen nur noch ca. 22.90 CHF [(2200 * 12.5) / (100 * 12)]. Macht man diese Rechnung weiter bis auf die letzte Rate, so kommt man nicht auf insgesamt 300 CHF Zinsen – so viel kostet der Kredit eines GA Junior 2. Klasse.

Ein Besitzer eines GA Junior 2. Klasse zahlt 105 CHF zu viel als eigentlich zulässig. Nimmt man an, dass 100’000 ein GA Junior 2. Klasse besitzen, so zahlen wir 10.5 Mio. CHF pro Jahr zu viel.

Im Anhang finden Sie ein Excel File zu den Berechnungen der effektiven Jahreszinssätze:

Excel-icon  Effektiver Jahreszins eines GA ist unzulässig

Wenn ich mir diese Frage selbst stelle, antworte ich mit “Nein, danke”.

  • Variabler Kredit für viel Flexibilität.
  • Lombardkredit: Ihre Brücke zu finanzieller Flexibilität.
  • Günstiger Kredit mit Sofortzusage für mehr Flexibilität.

Mehr Flexibilität geht wohl nicht. Die Kreditgeber zeigen Ihnen auf, wie viel Flexibilität sie Ihnen angeblich bieten können. Dementsprechend aggressiv versuchen sie Sie als Kreditnehmer abzuwerben. Die Sache mit der Flexibilität bzw. Freiheit ist immer davon abhängig, auf welche Zusammenhänge man aufmerksam macht. Der Kreditgeber bietet Ihnen die Flexibilität bezüglich der Zahlungstermine und der Höhe des aufgenommenen Kapitals. Anderes Produkt, andere Features. Das gilt auch bei den Krediten. Die weit verbreiteten Kredite kann man jedoch auf einen gemeinsamen Nenner bringen.

Kredite geben Ihnen die Freiheit so viel auszugeben, wie Sie mit Ihrem Kreditgeber vereinbart haben.

Sie gibt Ihnen aber nicht DIE Freiheit im Alltagsleben. In Wirklichkeit leisten Sie sich einen kurzfristigen Wohlstand, nämlich für den Moment so viel auszugeben, wie Sie wollen, und als Gegenleistung geben Sie Ihre zukünftige Freiheit ab. Was ich damit sagen will: Kredite kosten Ihnen schlussendlich immer mehr Geld, als Sie ausgeben. Bei derart abnormalen Zinssätzen von 15% pro Jahr muss man sich wirklich überlegen, wann und ob man Kredite aufnehmen soll.

Ach ja, Banken, die mit “günstigen 1,5% Zinsen” werben, können Sie praktisch in den gleichen Topf schmeissen, wie diejenigen, die mit 15% Zinsen werben. Diese 1,5% beziehen sich auf einen Monat – wie würde sonst die Bank ihr Geld verdienen? 12 Monate mal 1.5 ergibt 18% Zinsen pro Jahr. Ist das immer noch günstig? Man gewöhnt sich dran. Hinzu kommen noch die Zinseszinsen, wenn Sie nach einem Jahr Ihre Rechnungen immer noch nicht bezahlt haben. Kommen Sie dann bloss nicht auf die Idee, eine weitere Kreditkarte zu beantragen um die erste (und hoffentlich letzte) Kreditkarte zu tilgen.

Eine Kreditkarte, eine Schere

Der beste Grund eine Kreditkarte zu beantragen, ist wahrscheinlich der, dass man etwas sofort kaufen kann. Doch nicht einmal der vermeintlich beste Grund, ist gut genug. Es gibt natürlich geeignete Situationen, wo es wirklich sinnvoll ist, eine Kreditkarte einzusetzen. Das ist immer dann der Fall, wenn Sie eine “Investition” tätigen. Und damit meine ich nicht irgendeine Anschaffung, wie z.B. ein Auto – was ich über Neuwagen denke, wissen Sie bereits. Fall nicht, lesen Sie diesen Artikel: Kostenfaktor beim Autofahren.

Eine Investition könnte z.B. ein Seminar oder ein Buch über Aktien sein, damit Sie als Privatanleger Ihre Wissenslücken füllen, um später Geld zu erwirtschaften oder zumindest weniger verlieren. In Konsumfällen ist für mich die Kreditkarte tabu.

Wenn Sie weiblich und zufällig meine Frau wären, deren Konsumabsichten durchschaubar sind, dann würde ich Ihre Kreditkarte mit einer Schere in zwei Stücke zerfetzen.

Einfach so, weil eine Kreditkarte für den Konsum völlig überflüssig ist. Gründe, wie:

  • Ich will diese Schuhe unbedingt, aber mag nicht bis Ende Monat warten.
  • Ich will unbedingt das neue iPad besitzen, aber es ist noch zu teuer. Ich weiss aber, dass ich noch Geld bekomme.

sind meines Erachtens keine guten Gründe. Ich akzeptiere diese Aussagen auch nicht als Grund, sondern sehe sie als schlechte Ausreden. Wieso können Leute nicht warten, bis man genug Geld hat, um etwas zu kaufen? Dass jeder eine Kreditkarte hat, ist doch ein Zeichen für Insolvenzgefahr bei allen Individuen, die im Besitz einer solchen sind. Diese Tatsache verstösst gegen das Grundprinzip ‘mehr einnehmen als ausgeben’.

Heute kaufen, (Zeitpunkt) bezahlen

Diese Aktion ist mir von Interdiscount bekannt. Jeweils am Ende jeden Jahres wirbt Interdiscount mit dem Slogan “Heute kaufen, 2012 bezahlen”. Sie gibt Ihnen (bzw. uns) die Chance jetzt einzukaufen und erst später, also im nächsten Jahr – zu bezahlen. Meines Wissens verlegen sie den Zahlungstermin auf Ende April, ich könnte mich aber auch täuschen. Auf jeden Fall wurde diese Aktion auch Ende 2011 durchgeführt.

Ich hätte zwar gerne ein Macbook gekauft. Doch wirklich gekauft habe ich nichts, da ich leider kein Geld hatte.

Was geht jetzt bei Ihnen im Kopf vor? Was hätten Sie in meiner Situation gemacht? Hätten Sie es gekauft, eben WEIL Sie kein Geld haben und Interdiscount Ihnen die Chance gibt später zu bezahlen? Falls Sie so gedacht haben, macht nichts. Es braucht in Ihrem Konsumverhalten nur eine winzige Modifikation. Prägen Sie sich folgenden Satz in Ihren inneren Datenträger ein: Jeder Kauf auf Kredit bringt Sie einen Stück näher an die Insolvenz.

Sie schlagen somit den direkten Weg in die private Insolvenz ein, Ihr Ziel ist es aber, den direkten Weg zum privaten Reichtum zu finden. Es sind die vielen kleinen Dinge, die reiche und arme Menschen unterscheiden. Potenziert man “viele kleine Dinge” um ein Vielfaches, so ergibt sich ein hohes Resultat – Reichtum ist ein Exponent: Gute Menschen, schlechte Menschen?

Zurück zu Interdiscount: Diese Aktion ist eine schlaue Strategie, ihre Kunden dazu verleiten ihre Weihnachtsgeschäfte vorzeitig im Interdiscount zu tätigen. Sie wissen genau, dass viele Erwerbstätige Ende Jahr, teils schon Anfang Dezember ihren 13. Monatslohn erhalten. Diesen 13. wollen sie dann von ihren Kunden abkassieren. Dadurch, dass man erst im nächsten Jahr bezahlen muss, hat der Kunde einen noch grösseren Anreiz, mehr auszugeben. Interdiscount macht das schon seit Jahren so, und das mit Erfolg. Es ist eine bekannte Konsumfalle, in die viele immer wieder hineinfallen.

Nie mehr in die Konsumfalle – das Verschiebungsprinzip

Wer Geld hat Einkaufspreis samt Zinsen zu bezahlen, hat auch Geld etwas zu kaufen, ohne überhaupt Zinsen zu zahlen.

Macht das Sinn? Das Zitat ist selbsterklärend. Auf das Angebot “Heute kaufen, 2012 bezahlen” einzugehen, macht für mich aber keinen Sinn. Ich versuche es Ihnen mit einem einfachen Prinzip zu erklären, warum. Nennen wir es das “Verschiebungsprinzip”. Dabei gehe ich davon aus, dass diejenigen, die heute kaufen und 2012 bezahlt haben, von der privaten Insolvenz verschont worden sind.

Der Durchschnittsmensch ist in einer Firma angestellt und bezieht in regelmässigen Zeitabständen ein konstantes Erwerbseinkommen. Das bedeutet, während des Jahres verdient er nicht mehr und nicht weniger, keinen Cent. Kauft er Ende Jahr im Interdiscount grosszügig auf Pump ein, muss er in den darauf folgenden Monaten sehr sparsam mit Geld umgehen.

  • “Ich muss sparen, ich habe über Weihnachten viel ausgegeben.”
  • “Ich habe zu viel im Interdiscount eingekauft. Im April warten hohe Rechnungen auf mich.”

Wie Sie sehen, der Durchschnittsmensch ist über Weihnachten sehr grosszügig beim Konsumieren. Doch wie Herkules schafft er es immer seine Rechnungen im April zu bezahlen. Ist das nicht merkwürdig? Spätestens jetzt müssen Sie gemerkt haben, dass etwas faul ist (oder keinen Sinn macht)! Taufen wir den Durchschnittsmensch in Otto Normalo. Otto Normalo kauft immer auf Pump ein, aber schafft es immer seine Rechnungen samt Zinsen zu bezahlen, ohne Konkurs zu gehen.

Es ist wie ein Bumerang: Er kauft für einen gewissen Wert ein und bezahlt später mehr zurück. Ein Bumerang fliegt immer stärker zurück als man ihn abwirft. In diesem Fall hat Otto Normalo etwas Grundlegendes nicht verstanden. Was man samt Zinsen bezahlen kann, kann man auch zinsfrei bezahlen.

Otto Normalo hat es nicht fertig gebracht, seine Einkäufe zinsfrei zu tätigen. Verhindert wurde er von sich selbst. Er hat zum falschen Zeitpunkt gespart, gleichzeitig aber zum falschen Zeitpunkt ausgegeben. Sehen wir es so: Wenn Otto Normalo in der Lage ist, in der Zeitspanne von Januar bis April sparsam zu sein, dann kann er das auch in der Zeitspanne von September bis Dezember. Hätte er also seinen Sparmodus um drei Monate nach hinten verschoben, so hätte er sich die Zinsen erspart. Machen Sie es besser als er und prägen Sie sich noch einen letzten Grundsatz in Ihren internen Datenträger ein:

Zinsen sind böse, vorausgesetzt Sie sind der Kreditnehmer. Es zwingt Sie dazu, mehr zu zahlen als Sie eigentlich müssten. Lernen Sie Zinsen zu umgehen. Das schützt Ihnen vor weiteren Problemen.

In der Praxis werden oft Ursache und Wirkung verwechselt. Schulden sind nicht die Ursache für das Problem. Die Schulden sind die Wirkung, welche von den Zinsen verursacht werden. Die Kreditaufnahme war die Ursache für diese Wirkung.

Kaufen auf Pump? Nein, danke. Die Kreditgeber sind schon reich genug, sonst würden sie ihr Geschäftsmodell ändern. Diese bereichern, das müssen Sie nicht, bereichern Sie sich selbst. Keinen Kredit aufnehmen wäre schon ein guter Schritt.

Excel-icon  Kostenfaktor beim Autofahren

Ein neues Auto kaufen – die Königsdisziplin beim Geld ausgeben. Die meisten dürfen sich ‘Weltmeister’ dieser Disziplin nennen. Weltmeister beim ‘Geld aus dem Fenster werfen’. Doch wie man es richtig macht, – sprich, möglichst viel Luxus zu möglichst wenig Kosten – ist abhängig von jedem Individuum.

Sie wünschen sich also ein Luxusauto…

… aber können es sich einfach nicht leisten.

Was, wenn Sie sich den Wagen nicht neu, sondern gebraucht kaufen würden? Ich verstehe immer noch nicht, warum jeder Kauf eines Autos, unbedingt ein Neuwagen sein muss. Über den Wertverlust des Autos nach einigen Jahren, sind Sie sich bereits bewusst. Wussten Sie aber, dass dies nicht erst nach ein paar Jahren passiert, sondern schon nach den ersten paar Sekunden?

An dem Zeitpunkt, wo Sie sich den Neuwagen kaufen, verliert es mindestens 20% seines Wertes.

Das ist nicht nur beim Auto so. Das ist überall so. Kaufen Sie sich mal einen Plasma TV und versuchen Sie ihn am nächsten Tag zu verkaufen. Schauen Sie, wie viel Prozent seines Preises Sie dafür noch bekommen. (Ich gebe zu, das ist ein gewagtes Experiment. Ich empfehle es Ihnen nicht.)

Der Kauf eines Luxusgutes muss nicht immer neu sein. Wenn Sie sich einen Porsche kaufen, dann haben Sie den gleichen Porsche wie derjenige auf dem Katalog. Sie können ihn Ihren Freunden präsentieren. Tun Sie das und stellen Sie sich die folgende Frage:

  • Interessiert es jemandem, ob ich den Porsche neu oder gebraucht gekauft habe?

Mich nicht. Was mich interessiert, ist:

  1. wie lange ich den Porsche noch fahren kann,
  2. für wie viel ich ihn später noch verkaufen kann,
  3. und um wie viel weniger mein Bankkonto geschrumpft ist.

Der Sprung in der Preisklasse vs. den Sprung in der Schüssel

Haben Sie es auch satt einen Citroën, Volkswagen, Peugeot oder wie sie alle heissen, fahren zu müssen? Und das, alles nur, weil Sie denken, Sie können sich keinen der teureren Autos leisten. Falls Sie bisher nur Neuwagen gekauft haben, stellen Sie sich mal vor, wie es sich in so einem BMW Ihres Kollegen anfühlen würde. Besser? Wahrscheinlich bekämen Sie diesen Occasionwagen zum gleichen Preis, den Sie für Ihren neuen Volkswagen bezahlt haben.

Wenn Sie mit einem Neuwagen aus der Garage fahren, können Sie diesen kaum noch für 80% des Preises verkaufen. Kaufen Sie einen gebrauchten BMW für 25’000 CHF, können Sie sicher sein, dass ihn jemand zum gleichen Preis wieder kaufen wird.

Ich würde lediglich Occasionautos kaufen. Vielleicht mag das für einige eine absurde Idee sein. Ein solches Verhalten kann anderen den Eindruck erwecken, dass Sie einen Sprung in der Schüssel haben. Dafür steht Ihnen der Sprung in der Preisklasse offen. Und das, ohne überhaupt mehr zu bezahlen.

Im Anhang finden Sie ein Excel-File, womit Sie den effektiven Kostenfaktor beim Autofahren berechnen können.

Excel-icon   Kostenfaktor beim Autofahren

Der Vatikanstaat hat die höchste Kriminalitätsrate weltweit. Gleichzeitig ist es aber auch eines der sichersten Länder überhaupt.

Wie kommt es dazu?

Die Kriminalitätsrate wird folgendermassen berechnet: Anzahl Straftaten / Anzahl Einwohner.

Fakten über den Vatikanstaat

Mit 492 Vatikanbürgern verteilt auf 0.44 Quadratmetern ist der Vatikanstaat das kleinste Land der Welt. Jährlich zählt das Land 18 Millionen Touristen. Somit hat der Vatikanstaat auch das grösste Touristen-Einwohner-Verhältnis. Im Jahr 2011 hat es insgesamt 640 Zivil- und 226 Strafverfahren gegeben. 90 Prozent der Vorfälle bleiben unbestraft, da die Täter nach Italien fliehen.

Bei den meisten Verfahren handelt es sich um Handtaschendiebstahl oder andere kleinere Betrugs- und Diebstahldelikten. Diese Delikte wurden nicht von den Einwohnern, sondern mehrheitlich von Touristen, die jedes Jahr den Petersdom, Petersplatz, die Sixtinische Kapelle und die Vatikanischen Museen besuchen, begangen.

Weitere interessante Fakten:

  • Der Vatikanstaat hat 2,27 Päpste pro Quadratkilometer.
  • Das einzige Land, das 0 Geburten im Jahre 1983 verzeichnete, war der Vatikan. (Quelle)

Bildung macht klüger. Klugheit vereinfacht das Leben. Je einfacher das Leben, umso höher der Wohlstand. Wohlstand hängt meist mit überdurchschnittlich viel Geld zusammen. Mehr Geld bedeutet, mehr Geld für Bildung. Bildung macht klüger. Klugheit vereinfacht…

“Es fängt wieder von vorne an”, haben Sie gemerkt. Eine stetige Wiederholung jener Handlungen sind Symptome eines Teufelskreises. Das Leben ist ein Teufelskreis.

In diesem Fall ist es wenigstens ein positiver Teufelskreis. So ambitioniert wie Sie sollte jeder sein, dann hätte jeder einen hohen Bildungsstand. Doch von wo kommt das Geld für die erste Ausbildung, die man selber bezahlen muss? Spätestens auf der Tertiärstufe muss man selber für die Schulkosten aufkommen. Die Schulkosten variieren je nach Schulinstitut, zum Teil gewaltig. Dabei sollte man wissen, dass Privatschulen viel teurer sind als öffentliche Schulen, welche Trägerschaft der öffentlichen Hand sind und deshalb aus Steuermitteln finanziert werden.

Öffentliche Hochschulen

An Schweizer Hochschulen (Unis & FHs) zahlt man Studiengebühren zwischen 425 (Neuenburg) bis 1’040 (St. Gallen) CHF pro Semester. Das ist im Verhältnis zu privaten Schulen sehr günstig. Wer also einen Platz an einer Uni oder öffentlichen FH findet, der sollte unbedingt dort studieren. Voraussetzungen sind je nach Schule, eine (gymnasiale) Matur, Passerelle und Praktika.

Private Hochschulen

Bitte nicht erschrecken. Die Studiengebühren sind hier viel höher als an öffentlichen Hochschulen. Eine bekannte FH in Zürich, die Kalaidos-FH, kostet beispielsweise 5’400 CHF pro Semester. Bei einem Teilzeitstudium von 8 Semestern macht das insgesamt 43’200 CHF für das gesamte Studium.

Natürlich haben private Hochschulen aber auch ihre Vorteile. Praktisch jeder hat die Chance auf eine Immatrikulation. Die Voraussetzungen sind hier bei weitem nicht so streng wie jene der öffentlichen Hochschulen. Fehlt einem das Maturitätszeugnis, so kann er meistens per Aufnahmeprüfung ins Studium einsteigen. Diese Aufnahmeprüfung ist normalerweise nicht so schwer. Grundsätzlich wird Basiswissen aus der Maturität gefordert. Es liegt schliesslich im Interesse des Anbieters, möglichst viele Studenten aufzunehmen. So kommt es öfters vor, dass diejenigen, die knapp durchfallen, trotzdem ihr Studium aufnehmen dürfen. Eine 3,8 an der Aufnahmeprüfung wird beispielsweise aus Kulanzgründen aufgerundet. Die Privatschule lebt schliesslich von ihrer Anzahl Studenten.

Das erklärt auch die hohe Studienabbrecherquote in den ersten zwei Semestern. Generell kann man sagen:

Schafft ein Student die ersten zwei Semester, so kommt er so gut wie immer durch das ganze Studium.

Wer Cash hat, bekommt auch einen Abschluss. Das macht durchaus Sinn. Wer bereit ist zu bezahlen, kommt auch in den Genuss von Bildungschancen. Was ist mit denjenigen mit wenig Cash?

Fernstudium

Eine zusätzliche Möglichkeit bieten Fernhochschulen wie die Fernuni Hagen oder die Fernfachhochschule Schweiz. Dadurch, dass der Präsenzanteil der Fernhochschulen verhältnismässig gering ist, zahlt man auch um einiges weniger als an einer Privatschule. Ich studiere selbst an der FFHS Schweiz und der Präsenzunterricht macht nur 20% des Studiums aus. Der Rest des Schulstoffs ist im Selbststudium anzueignen. Ausserdem zahle ich ‘nur’ 1’800 CHF pro Semester, was für eine private Fachhochschule ein Schnäppchen ist.

Ob Sie der Typ für ein Fernstudium sind, wissen Sie am besten. Studenten, die für ein solches Studium gemacht sind, können von Glück reden. Sie sparen neben Geld auch noch Zeit, weil sie nicht ständig die Vorlesungen besuchen müssen, welche generell an fünf Tagen die Woche stattfinden. Welch ein Glück ich habe!

Sind Sie Absolvent oder Student einer Hochschule? An welcher Schule und wie viel haben Sie bezahlt? Hätten Sie etwas anders gemacht, wenn Sie nochmals studieren können?

Info: Dieser Post dient als Ergänzung zum Post Rezession: Wenn Sparen zum Tabu wird.

In der Volkswirtschaft hat man gelernt, dass man in einer Rezession grundsätzlich ausgeben muss, während man in der Hochkonjunktur einen Gang runterschalten sollte.

Anders gesagt: In der Hochkonjunktur reduziert die SNB die Geldmenge, um eine erhöhte Inflation zu vermeiden. Die Geldmengenreduktion bewirkt die Senkung der Nachfrage, weil weniger Geld im Umlauf ist, und somit die Senkung des Preisniveaus. Die Produkte werden günstiger.

In der Rezession wird die Geldmenge erhöht, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die Geldmengenerhöhung bewirkt die Steigerung der Nachfrage, weil mehr Geld im Umlauf ist. Die Leute haben mehr Geld zum Ausgeben, daher führt es zu einer Steigerung des Preisniveaus. Die Produkte werden teurer.

Zur Vertiefung finden Sie hier nützliche Links zu Inflation und Deflation.

Was ist mit Sparen bzw. Horten?

Oft werden Leute aufgefordert in einer Rezession Geld auszugeben, damit die Wirtschaft nicht noch einen grösseren Rückschritt erleidet. Wie viel Wahrheit steckt aber dahinter? Ist es jetzt wirklich schlecht, wenn Sie Ihr Geld sparen würden? Es kommt drauf an, welche Art von Sparen. Man unterscheidet vor allem zwischen: 1. Sparen auf dem Sparkonto und 2. Horten. Der Unterschied zwischen Sparen und Horten ist, dass man beim Horten das Geld bei sich zu Hause unter der Matratze verstaut oder sein Geld einfach in der Geschäftskasse behält.

Horten ist schlechter, viel schlechter für die Wirtschaft, da auf diese Weise kein Geld in den Umlauf gebracht wird.

Antizyklische Konjunkturpolitik

Eine These stammt von einem der einflussreichsten Ökonomen Maynard Keynes. Er behauptete, wenn in einer Rezession alle anfangen zu sparen, tut es der Wirtschaft ungut. Weiterhin verursacht es mehrere Probleme wie höhere Arbeitslosigkeit, weniger Güter etc., die schlussendlich zu einem Teufelskreis führen – die Wirtschaft wird immer wie schlechter.

Der Hintergrund dieser These ist die antizyklische Konjunkturpolitik. Also eine Politik, in der der Staat mehr ausgibt, wenn die Wirtschaft schlecht läuft bzw. weniger ausgibt, wenn es gut läuft. Das Thema Keynesianismus wird aber oft als Gesprächsthema eingesetzt, um bei anderen Leuten intellektuell anzukommen. Die Kritik an den Keynesianismus wird meist ignoriert, zum Teil aus Unwissen.

Diese Theorie ist grundsätzlich richtig. Es gibt zwei Gründe, warum das aber nicht (ganz) stimmt:

  1. Angebot vs. Nachfrage
  2. Sparen auf dem Sparkonto = Liquidität

Erstens: Wenn die Nachfrage sinkt, setzen die Anbieter tiefere Preise. Wenn die Preise sinken, kaufen die Leute automatisch wieder ein. Das ist ein ganz natürlicher Algorithmus. Das funktioniert immer, egal wie konsumfreudig der Durchschnittsmensch ist. Zu irgendeinem Preis wird der Mensch immer ein Wirtschaftsgut einkaufen, ausser der Käufer ist ein FCZ-Fan und beim Angebot handelt es sich um ein Granit Xhaka Trikot (Gewinnspiele per SMS: Mitmachen oder Finger davon lassen?). Besteht keine oder nur eine geringe Nachfrage, so vermindert der Anbieter seine Preise, um trotzdem mehr Konsumenten zu finden.

Zweitens: Sein Geld auf ein Sparkonto zu legen, nimmt nicht Geld aus dem Wirtschaftskreis heraus. Mehr Ersparnisse auf dem Sparkonto bedeutet mehr Liquidität für Banken. Diese stellen es den Investoren zur Verfügung, welche dann mehrere Projekte starten. Dementsprechend stellen Sie mehr Arbeitskräfte ein und entwickeln innovative Produkte zugunsten unseres Wohlstandes.

Das heisst also, wann immer Sie Geld auf ein Sparkonto legen, pumpen Sie die Banken mit Geld, damit sie es an Investoren ausleihen können. Genauso, wie wenn ein Unternehmen ein Darlehen aufnimmt, um damit Gewinn zu machen. Das ist ein einfaches Beispiel wie der Wirtschaftszyklus funktioniert.

Horten bringt der Wirtschaft nichts

Diese Art von Sparen hilft der Wirtschaft überhaupt nicht. Man verstaut das Geld einfach zu Hause, womit das Geld nicht in den Umlauf kann. Wir fassen also zusammen:

Solange das Geld in einem permanenten Zyklus seinen Besitzer wechseln kann, schadet es der Wirtschaft nicht.

Überlegen Sie sich also, ob Sie Ihr Geld horten oder doch aufs Sparkonto legen wollen. Eigentlich gibt es keinen Grund, sein Geld zu Hause zu verstauen. Ein tiefer Zins von 0.375% ist immer noch besser als gar nichts. Kritisch wird es nur dann, wenn eine Bankenpleite wahrscheinlich ist.

Sparen Sie Ihr Geld auf einem Sparkonto? Verstauen Sie teils Geld in Ihrem Haus aus Misstrauen gegenüber Banken? Weshalb?

Zentrales Thema der Gesellschaft ist oft die Einkommensverteilung: Manager kassieren zu viel Boni. Zu viele leben am Existenzminimum. Die Reichen verdienen einfach zu viel!

Was wäre, wenn die Reichen weniger verdienen würden? Hätten wir wirklich mehr Arbeitsplätze, sprich eine tiefere Arbeitslosigkeit?

Überlegen wir so: Wenn die reichsten Leute der Welt nicht so viel verdienen würden, gäbe es eine ‘fairere’ Einkommensverteilung. Ob die Arbeitslosigkeit tiefer wäre, hängt unter anderem davon ab, ob die Mittelschicht auf Kosten der Reichen mehr verdient oder nicht.

Sind extrem erfolgreiche Firmen schlecht für die Arbeitslosenquote?

Aus welchen Gründen fragt man das?

Hier die Theorie: Extrem erfolgreiche Firmen wie IKEA, Facebook, Google etc. haben im Gegensatz zu kleinen Firmen sehr reiche Leute in der Geschäftsführung. Das führt dazu, dass eine oder wenige Personen einen Haufen Geld besitzen und somit die Einkommensverteilung noch ungerechter ausfallen. Das Positive an erfolgreichen Firmen ist, dass sie viele Arbeitsplätze schaffen.

Zusammengefasst: Extrem erfolgreiche Firmen schaffen vielen neue Arbeitsplätze, dafür verdienen ihre Manager viel mehr als der “Durchschnittsmanager”.

Ist das jetzt gut oder schlecht? Die Frage ist: Wie viele Geschäftsführer von kleinen Firmen ZUSAMMEN verdienen gleich viel wie Mark Zuckerberg von Facebook? Beantwortet man diese Frage, kommt man gleich zur Nächsten: Wie viele Mitarbeiter sind dieser Vielzahl von Geschäftsführern unterstellt? Mehr oder weniger als Facebook? Wenn Facebook mehr Mitarbeiter hat, dann trägt Facebook proportional mehr zur gesunden Arbeitslosenquote bei.

Nachfolgend ein kleines Beispiel:

Mehr Arbeitsplätze, wenn reiche Leute weniger verdienen

Mathematische Formel

Info: Hier betrachten wir nur den mathematischen Ansatz.

Wir können mit einer Formel ungefähr ausrechnen, inwiefern ein Unternehmen zur gesunden Arbeitslosenquote beiträgt.

Einkommen aller Kaderleute / Arbeitsplätze

Auf diese Weise kann man pauschal ausrechnen, wie viele Arbeitsplätze pro 100’000 CHF oder 10’000 CHF usw. ein Unternehmen schafft. Je höher diese Zahl, umso mehr trägt Sie zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bei.

Fazit

Wir kommen zum Schluss, dass je reicher jemand ist und je weniger Mitarbeiter ihm unterstellt sind, umso mehr treibt er die Arbeitslosigkeit in die Höhe. Das ist auch nachvollziehbar. Hier ein übertriebenes Beispiel: Wenn man annimmt, dass 100 Personen das ganze Geld besitzen, das sich im Umlauf befindet, so wären alle anderen arbeitslos. Jedenfalls ohne Lohn.

So etwas ist natürlich nicht möglich, weil alle ihre Ware gegen Ware tauschen würden. Geld dient nur als Bezahlmittel. Gäbe es kein Geld, würden wir mit Waren oder Dienstleistungen bezahlen. Welch kluger Mensch, der das Geld erfunden hat!

Kürzlich gab es einen kleinen Bericht auf 20 Minuten Online: Neues System würde Banken massiv treffen.

Bundesrätin Widmer-Schlumpf denkt laut darüber nach, den Steuerabzug von Hypozinsen abzuschaffen. Experten warnen vor dramatischen Folgen für die Banken.

Das sind schlechte Nachrichten für die ganze Schweiz! Die Schweizer Banken sind schliesslich das Aushängeschild der Schweiz. Doch auf der anderen Seite muss man auch sagen: “So wäre das System wenigstens einigermassen ethisch gestaltet.”

Hier ein Zitat aus 20 Minuten Online:

Der Staat fördere die Überschuldung privater Haushalte. Schuld seien falsche Anreize im Steuersystem, wie der ­«Tages-Anzeiger» schreibt. Der Hintergrund: Weil Hypothekarzinsen von den Steuern abgezogen werden können, ist eine Verschuldung für Haushalte attraktiv. Denn aus Steuersicht lohnt es sich nicht, Kredite zurückzuzahlen.

In anderen Worten heisst das: Wenn Sie sich verschulden, profitieren Sie von Steuerabzügen. Tilgen Sie Ihre Hypothek, zahlen Sie mehr steuern.

Das System definiert den Kauf eines Eigenheims auf Pump als völlig normal. Kauft man sich aber ein Eigenheim nicht auf Pump, wird man mit hohen Steuern bestraft. Daraus folgt meine persönliche Meinung:

Den Umgang mit Geld lernt man zwar nicht in der Schule, aber schon gar nicht vom angeblich ‘perfekten System’. Das System zwingt uns dazu, unprofitabel zu handeln.

Was wäre, wenn niemand mehr sein Eigenheim auf Pump kaufen würde, sondern mit seinem eigenen Geld (die Steuer jetzt mal ausser Betracht gezogen)?

  1. Der Wohlstand jedes Individuums steigert sich, denn er zahlt keine Zinsen mehr.
  2. Die Banken machen weniger Umsatz.

Ist das Zweitere wirklich so schlimm? Ja, weil Banken unser Aushängeschild sind. Nein, weil dann die Banken endlich nicht mehr von der Verschuldung der Bevölkerung leben.

Man darf natürlich auch nicht vergessen, dass Banken bei der Kreditvergabe etwas Gutes tun. Sie stellen Menschen, die gerne ein Haus kaufen möchten, Geld zur Verfügung. Somit braucht man nicht so viel Liquidität. Ob man dazu bereit ist, einen Kredit aufzunehmen, ist jedem selbst überlassen. Doch wenn das System uns dazu zwingt, die Hypothek aus steuerlichen Gründen nicht zu tilgen, muss man sich ernsthafte Gedanken über das System machen.

Ich weise Sie darauf hin, dass ich keinesfalls ein Feind von Banken bin. Ich gehöre auch nicht zu denjenigen Leuten, die sagen, dass Investment-Banker Arschlöcher sind. Das Gegenteil ist der Fall.